So verschieden Kinder in ihrem Wesen und ihrer Veranlagung sind, so individuell sind auch ihre Wege zur Musik. Jedem seinen eigenen Zugang zu eröffnen, ist das Ziel der Musikschule Taunus.

Im September 2017 haben neue Musikkurse für Kinder begonnen. Ein späterer Einstieg ist nach Absprache möglich. In einigen Kursen sind noch Plätze frei: Uhrzeiten und Unterrichtsorte finden Sie hier zum Download.

In der heutigen Zeit werden wir von früh bis spät durch die Medien angesprochen: Hörfunk, Walkman, Fernseher und Internet sind für unsere Kinder eine selbstverständliche Welt. In vielen Wohnungen erklingt Musik von früh bis spät. Dieses Überangenbot führt leicht zu einem passiven Konsumverhalten. In unseren Kursen möchten wir zeigen, dass es auch andere Möglichkeiten gibt, Musik (aktiv) zu erleben. Wir möchten Spaß und Freude an musikalischen Tätigkeiten in ihrer ganzen Bandbreite erwecken.

Der rege Austausch zwischen Pädagogen aus verschiedenen Arbeits- und Erfahrungsbereichen sowie Elternmitarbeit wirken sich positiv auf die erfolgreiche musikalische Arbeit aus.


Die individuelle Gestaltung von Kursinhalten und Lernzielen liegt in der Hand der einzelnen Kursleiter/innen. Die elementaren musikalischen Inhalte werden dabei spielerisch vermittelt, so dass sich ein ganzheitlicher und  kindgemäßer Zugang zur Musik eröffnet.

Regelmäßig finden im Rahmen des Musikschulangebotes Kinderkonzerte statt, bei denen auch Instrumentalschüler und Lehrkräfte der Schule mitwirken. Die als Gemeinschaftsprojekte durchgeführten Veranstaltungen werden in den Musikkursen inhaltlich vorbereitet. Die Konzerte enthalten szenische Elemente (Musiktheater).

Für einige Kurse werden vor Kursbeginn  Elternabende mit Informationen zu Planung, Gestaltung und Verlauf der Kurse angeboten. Eltern Mitmachstunden werden etwa halbjährlich von den Lehrkräften gestaltet. Sie eröffnen Einblicke in die Musikstunden.

Die Kurse sind in sich geschlossen und somit eigenständig. Erst ab der MFE I bauen die Kurse inhaltlich aufeinander auf.

Die Fachkräfte: Andrea Bölz, Claudia Gschwendtner, Haiou Hu, Andrea Rauch

Eltern-Kind-Kurs; Babys ab 6 Monaten
höchstens 10 Teilnehmer

Das Gehör ist das erste Sinnesorgan, das sich im Körper entwickelt. Deshalb sind Babys und Kleinkinder besonders offen für frühe musikalische Förderung. Die Bezugsperson spielt dabei eine entscheidende Rolle, da sie unter Anleitung des Fachlehrers mittels der eigenen Stimme, der Bewegung und Berührung Musik als lebendiges Element vermittelt. Der Kurs gibt Impulse, das Erlebte Zuhause zu wiederholen und weiter zu führen. In einer entspannten Atmosphäre wollen wir die Musik in ihrer Vielfalt kennenlernen und mit anregenden Materialien singen, tanzen und spielen. Die natürliche Musikalität wird dadurch erheblich gefördert: Ein wichtiger Baustein für die gesamtpersönliche Entwicklung.

Vier- bis Sechsjährige - 8 bis 12 Teilnehmer

1. Jahr

Das gefühlsmäßige, sinnliche Begreifen von Musik und Klang und das gemeinsame Spiel in der Gruppe sowie die Vorbereitung rhythmisch-metrischer Bezüge und der Tonhöhenvorstellung bestimmen das erste Jahr der MFE, das ohne Elternteil durchgeführt wird. Inhalte: Singen, Tanzen und kreatives Gestalten einfacher Kinderlieder – Erfinden von Klanggeschichten und die Sensibilisierung des Gehörs – rhythmische Spiele zur Förderung von Bewegungs-Koordination und Körperwahrnehmung – Erleben von musikalischen Ausdrucksformen wie schnell-langsam, laut-leise usw. – Entdecken der eigenen Stimme – Basteln von Instrumenten – Eltern-Kind-Stunden.

Mutter-Kind-Kurs; Zwei- bis Dreijährige
höchstens 10 Teilnehmer

Auch in diesem Kurs ist die Bezugsperson von großer Bedeutung, auch wenn die Eigenständigkeit der Kinder zunimmt und gefördert wird. Kinder sehen die Erwachsenen bei allen Aktivitäten als Vorbild und ahmen sie unmittelbar oder später nach. Ausgehend von einem kleinen Thema oder Lied entwickelt sich musikalische Kommunikation: Der spielerische Umgang mit der Stimme wird angeregt, die Bewegungslust wird durch freies und gemeinsames Tanzen gefördert. Das Ausprobieren und Entdecken von Schlaginstrumenten wechselt sich mit Momenten der Ruhe und Geborgenheit ab.

Vier- bis Achtjährige - höchstens 4 Teilnehmer

Dieser Kurs wird angeboten für Kinder mit Entwicklungsverzögerungen oder Behinderungen im sprachlichen, visuellen, geistigen und motorischen Bereich. In kleinen Gruppen von maximal vier Kindern kann jedes Kind in seiner Eigenart wahrgenommen und integriert werden. Mittels musikalischer Elemente wie Lieder, rhythmische Bausteine, akustische Wahrnehmung von Musik, Spiel auf Orff'schen Instrumenten, verbunden mit freier Bewegung, Tanz oder szenischem Spiel werden Körperwahrnehmung, Koordination, Feinmotorik, Sprache, Gehör sowie kognitive Fertigkeiten gefördert. In einigen Kursen aller Altersstufen werden behinderte Kinder integriert.

Drei- bis Vierjährige - höchstens 10 Teilnehmer

Inhaltliche Schwerpunkte der Musikalischen Frühförderung sind die allmähliche Erweiterung der sozialen Kontakte des Kindes und das zunehmend eigenständige Entdecken der Welt. Einzelaktionen von Kindern sind im Laufe der Zeit möglich. Kinder schlüpfen in diesem Alter gerne in eine Rolle, erweitern ihre Fantasie und finden einen eigenen Ausdruck ihrer Fähigkeiten. Das Hören von Klanggeschichten, der Einsatz der Stimme und lustvolle Bewegung zu Musik fördern die musikalische Entwicklung nachhaltig. Die Eltern sind auch bei zunehmender Autonomie der Kinder immer aktiv in das Spielgeschehen eingebunden und im inneren Kontakt zu den Kindern. Eine Loslösung der Bezugsperson wird zum Schuljahresende hin angestrebt.

Sechs- bis Achtjährige - 8-12 Teilnehmer

Unter Einbezug von rhythmischen Bewegungsspielen, Tanz und dem Singen, können sechs- bis achtjährige Kinder in Gruppen erste kindgemäße Erfahrungen mit dem Klavier sammeln, Noten lernen und ein Gefühl für Takt, Rhythmus und Metrum entwickeln. Ein eigenes Instrument ist in dieser Klavier-Vorschule noch nicht erforderlich. Die Kinder können nach Abschluss des sechs Monate dauernden Kurses in kleineren Gruppen oder im Einzelunterricht die erworbenen Fertigkeiten auf dem Klavier erweitern. Neben der Hinführung zum Klavier werden allgemeine musikalische Elementarkenntnisse vermittelt, so dass der Wechsel zu einem anderen Instrument nach Kursende problemlos möglich ist.

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